Offener Sarg bei Trauerfeier – Ja oder Nein?

Offener Sarg bei Trauerfeier – Ja oder Nein?

Die Abschiednahme eines Verstorbenen vor der Beerdigung ist mit geschlossenem oder geöffneten Sarg möglich. 

In 90 Prozent der Fälle wird die geschlossene Aufbewahrung gewählt. Dabei ist die Verabschiedung von einem Verstorbenen am offenen Sarg eine ganz besondere Form des Abschiednehmens, da sie es Hinterbliebenen ermöglicht, den Tod besser zu begreifen. Besonders dann, wenn der Tod völlig unerwartet eingetreten ist und Angehörige schwer trifft, hilft ein offener Sarg bei der Verarbeitung der Trauer.



Offener Sarg – Ein besonderer Abschied

Die Verabschiedung von einem Verstorbenen am offenen Sarg wird auch offene Aufbewahrung genannt. Die Geschichte der offenen Aufbewahrung reicht bis in die Zeit der alten Ägypter zurück. Damals wurden Tote Zuhause aufbewahrt. Allerdings wurden Tote damals (anders als heute!) über mehrere Wochen aufbewahrt.

Der Abschied am offenen Sarg ist für Angehörige ein ganz persönlicher Moment, der es ihnen ermöglicht, noch einmal die Hand des Verstorbenen zu halten, ihm nahe zu sein und in Ruhe Abschied zu nehmen. Eine offene Aufbewahrung kann eine große Hilfe für die Verarbeitung der Trauer sein, da sie es einfacher macht, zu verstehen, dass ein geliebter Mensch gegangen ist.

Besonders, wenn der Verstorbene zuvor lange Zeit an einer schweren Krankheit gelitten hat, kann sein friedvoller Anblick Hinterbliebene trösten und helfen, die Trauer besser zu verarbeiten (der Verstorbene sieht friedlich aus, da sich die Muskeln nach dem Tod entspannen).

Bei einer geschlossenen Aufbahrung befindet sich der Verstorbene die ganze Zeit über in seinem geschlossenen Sarg, kann also nicht angeschaut werden. 



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Offene Abschiednahme meist nur im engen Kreis

Die Abschiednahme am offenen Sarg kann vor oder während der Trauerfeier stattfinden und wird in der Regel nur dem engsten Familienkreis und den nahestehenden Hinterbliebenen, wie Freunden und Bekannten ermöglicht. Wer teilnehmen darf, entscheiden die Angehörigen.

Wichtig ist vor allem, die Vorstellungen des Verstorbenen zu berücksichtigen. Viele Menschen äußern ihre Wünsche zur Aufbewahrung bereits zu Lebzeiten. Eine bewusste Entscheidung gegen die offene Aufbewahrung ist keine Seltenheit – vielen ist die Vorstellung unangenehm.



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Offener Sarg – wo wird er aufbewahrt?

Eine offene Aufbewahrung ist an verschiedenen Orten möglich. Beispielsweise im Bestattungsinstitut, in Räumlichkeiten des Krematoriums, in der Leichenhalle des Friedhofs oder einer speziellen Aufbewahrungshalle. Auf Wunsch kann die offene Aufbewahrung auch Zuhause stattfinden. Wie lange die Aufbewahrung zu Hause möglich ist, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, üblich sind allerdings bis zu 48 Stunden.

Auch im Falle einer Feuerbestattung gibt es die Möglichkeit einer offenen Aufbewahrung, wenn die Trauerfeier an einem anderen Tag als der Beisetzung stattfindet.



Totenwaschung – Die ästhetische und hygienische Versorgung des Toten im offenen Sarg

Für eine offene Aufbewahrung muss eine Totenwaschung durchgeführt werden. Diese wird meist vom Bestatter oder von Pflegepersonalkräften durchgeführt. Hierbei wird der Verstorbene hygienisch und kosmetisch versorgt. Ist der Verstorbene bei einem Unfall gestorben, kommen neben Kosmetik auch eine Rekonstruktion und Restaurierung des Körpers infrage. 

Manchmal erhält der Verstorbene ein spezielles Totenkleid oder von den Angehörigen zur Verfügung gestellte Kleidung. Viele Bestatter bieten Angehörigen zudem die Möglichkeit, bei der Totenwaschung mitzuwirken. Sprechen Sie uns gerne darauf an.



Sie haben Fragen zur Trauerfeier am offenen Sarg?

Die Kosten für eine offene Aufbewahrung variieren mit den entsprechenden Leistungen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen haben oder mehr über die offene Aufbewahrung erfahren möchten. Wir sind für Sie da.

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